Die Brustvergrößerung (Augmentationsplastik)
Vergrößerungsoperationen der weiblichen Brust gehören mit zu den häufigen Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie. Die Brustimplantate (Endothesen) können zwischen Brustdrüsenkörper und großen Brustmuskel eingelegt werden (sog. epipektorale Lage) oder zwischen die Brustmuskulatur und die knöcherne Brustwand (sog. partiell submuskuläre Lage). Die Entscheidungen hierzu müssen immer vom Operateur in Abhängigkeit vom Befund getroffen und vorgeschlagen werden. Bei richtiger Operationstechnik sind gute Ergebnisse eigentlich immer zu erwarten. Wichtig ist das natürliche Bild nach der Operation. In keinem Falle wird die Brustdrüse verändert. Die Stillfähigkeit bleibt erhalten und auch die Empfindlichkeit (Sensibilität) der Haut und der Brustwarze sind dauerhaft in der Regel nicht betroffen.
Die Operation wird in Allgemeinnarkose (Intubationsnarkose) durchgeführt. Anschließend verbleiben die Patientinnen für 24 h in stationärer Beobachtung und gehen dann nach Hause. Nach Brustvergrößerungsoperationen wird bereits unmittelbar nach der Operation ein spezielles Bustier getragen, das die Brust stützt bis das Implantat ein eigenes Gewebelager gefunden hat. Unterschiedlich ausgebildete Schwellungen der Brust in den ersten Tagen sind normal und klingen in der Regel unkompliziert ab.
Ganz aktuell lassen sich die Beschwerden nach der Operation durch eine ambulante Zusatzbehandlung mittels Acthyderm-Transformationstherapie ganz wesentlich minimieren.
Keine Operation ist ganz ohne Risiko. Nachblutungen und Wundinfektionen sind bei subtiler Operationstechnik vermeidbar, aber trotz größter Sorgfalt nie völlig auszuschließen. Kapselschrumpfungen (Kapselfibrose) sind für Patientinnen und Arzt die unangenehmsten Folgeerscheinungen, sie lassen sich jedoch nicht vollkommen ausschließen, treten in einer Häufigkeit bis zu 3 % (5%) auf und müssen gegebenenfalls operativ korrigiert werden. Die Ausbildung solcher Kapselfibrosen hängt von der nicht kalkulierbaren Wechselbeziehung zwischen körpereigenem Gewebe und Implantat ab. Eigene Ergebnisse weisen eine Fibroserate unter 1 % aus.
Die Entscheidung für eine Brustvergrößerung muß sowohl seitens des Arztes als auch seitens der Patienten sehr sorgsam getroffen werden. Manchmal kann eine Entscheidung dagegen hilfreicher sein, als eine Entscheidung dafür. Dies gilt insbesondere für junge Frauen, deren Familienplanung noch nicht gereift ist.
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