Plastische Chirurgie Dr. Weber

Chronic der Ästhetik-Klinik

Der Anfang war schwer, als im August 1995 die Ästhetik-Klinik ihren Ursprung nahm. Es war vor allem im Osten ein völlig neues Tätigkeitsfeld und die Scheu der Menschen vor einer chirurgischen Korrektur äusserer Unzulänglichkeiten war riesig groß.

Anfang der neunziger Jahre war die Fettabsaugung im Osten noch absolutes Neuland. Eigene Erfahrungen gab es nicht. Über Verbindungen in die Altbundesländer bis hin in die Schweiz wurden Fakten, Informationen und praktische Erfahrungen eingeholt und in Steinpleis umgesetzt. Die damals noch rein manuelle Technik der Fettabsaugung war nicht ohne Risiko, denn die Traumatisierung des Gewebes war relativ hoch und entsprechend auch die Beschwerden für die behandelten Patienten.

Alles wurde abgesaugt und die entfernten Fettmengen überstiegen bei weitem das heute zulässige Maß. Aber damals gab es noch kein gesichertes Wissen in der Zumutbarkeit. MEGA-Behandlungen oder auch Mehrzonenhandlungen waren an der Tagesordnung. Literweise wurde das Fett abgesaugt. Mit den nicht nur in der eigenen Einrichtung wachsenden Erfahrung und immer wieder kritischen Beleuchtung dessen, was man da als Chirurg eigentlich tut, wurden die Absaugungen subtiler und immer mehr entwickelte sich eine Strategie zur Köperformung durch die Fettabsaugung.

Dieser Grundsatz ist bis heute geblieben, nur hat sich die Technik der Fettabsaugung verfeinert. Waren in den ersten Jahren manuelle und maschinelle Absaugungen an der Tagesordnung, so sind dann neue Techniken entwickelt worden: Ultraschallabsaugung, Vibrationsassistierte Fettabsaugung, Elektrolipolyse und schließlich die Absaugung mittels Wasserstrahl.

Die aus eigener Erfahrung sehr vorteilhafte vibrationsassistierte Liposuktion hat sich einen ganz festen Platz unter den Methoden an erster Stelle erworben. Die Ultraschalltechnik ist in der Hand des Geübten sicherlich akzeptabel, aber sie ist nicht zu einem Verfahren mit sehr breiter Anwendung aufgestiegen. Um die Elektrolipolyse ist es ruhiger geworden - sie wird aber auch praktiziert. Die Wasserstrahltechnik hat heute neben der Vibrationstechnik die größten Einsätze gefunden. Das mit dieser Technik gewonnene Fett ist besonders gut für eine Fettumspritzung geeignet.

Heute ist die Technologie so weit entwickelt, dass es auch möglich ist in gleicher Sitzung mesenchymale Stammzellen aus dem abgesaugten Fettgewebe zu gewinnen (Human Med Schwerin). Eigene Erfahrungen hierzu bestehen, aber es hat sich in der Ästhetik-Klinik technisch nicht durchgesetzt. Dr. Weber hat aber einen nicht unwesentlichen Beitrag für die Entwicklung dieser Technik geleistet. Die Kooperation mit Human Med aus Schwerin war über viele Jahre sehr intensiv und viele praktische Erprobungen wurden in der Einrichtung von Dr. Weber hier in Rostock vorgenommen.

Über viele Jahre ist die Zusammenarbeit mit dem Zell-Labor der Uni Rostock (Fr. PD Dr. K. Peters) eine ganz besonders erfolgreiche Kooperation. Nicht nur der Umstand, dass alles abgesaugte Fettgewebe für Stammzellforschung zur Verfügung steht, sondern auch die sich daraus wiederum für die Ästhetik-Klinik ergebenden aktuellen Informationen und wissenschaftlichen Austausche sind ein Wissensschatz. Hierher gehört gleichermassen die auch über viele Jahre mehr als erfolgreiche Kooperation mit DOT (Fr. Dr. C. Prinz, Prof. Neumann).

 

Humane undifferenzierte mesenchymale Stammzellen aus abgesaugtem Fettgewebe

Humane undifferenzierte mesenchymale Stammzellen aus abgesaugtem Fettgewebe
(Foto: PD Dr. Peters, Zell-Labor Uni Rostock)

Vitale humane mesenchymale Stammzelle im Laborversuch

Vitale humane mesenchymale Stammzelle im Laborversuch
(Foto: PD Dr. Peters, Zell-Labor Uni Rostock)

 

In den Jahren 2008-2011 wurden auch von Dr. Weber häufiger Fettumspritzungen vor allem in die Brust vorgenommen. Die Langzeitergebnisse waren aber nicht so absolut überzeugend und so wurden auf Grund dieser Erfahrung solche Behandlungen wieder seltener. Mit der Entwicklung der Eigenplasmatherapie sind jetzt wieder neue Impulse auch für solche Operationen gegeben.

Anfang des neuen Jahrhunderts wurde die Fettabsaugung durch einen riesigen Medienrummel etwas in den Hintergrund gedrängt, weil angeblich positive Berichte und Erfahrungen von phantastischen Rückbildungen der Fettspeicher nach Injektion von Lipostabil (Injektionslipolyse/Fettwegspritze) im Umlauf waren. Hierzu haben sich die Wogen wieder geglättet und die euphorischen Erwartungen haben sich relativiert. Dr. Weber hat sehr viele Untersuchungen hierzu gestartet und aus der Zusammenarbeit mit Prof. Nizze und Prof. Jonas von der Uni Rostock sind damals einzigartige Befunde gewonnen worden, die Thema von gezielter Forschung werden sollten, aber alle Bemühungen um Fördergelder für eine private Einrichtung verliefen erfolglos (2006 - 2007). Die Suche nach dem Zelltod (Apoptose) durch die Probesubstanz „X“ für die Lipolyse führte in Kooperation mit dem hiesigen Zelllabor der Uni (PD Dr. K. Peters) bis in die Uni Göttingen.

 

Stoffwechselaktive humane Fettzellen nach in örtlicher vivo-Anwendung der Substanz X

Stoffwechselaktive humane Fettzellen nach in örtlicher vivo-Anwendung der Substanz „X“
(Semidünnschnitt - Prof. Jonas - Uni Rostock)

Elektronenmikroskopisches Bild einer sich in Auflösung befindlichen Fettzelle nach Anwendung der Substanz X

Elektronenmikroskopisches Bild einer sich in „Auflösung“ befindlichen Fettzelle nach Anwendung der Substanz „X“
(Prof. Jonas-Uni Rostock)

 

Auch für die Entwicklung der Laser-Lipolyse wurden in der Ästhetik-Klinik in vitro-Untersuchungen gemacht ( 2008).

In den Jahren 2007-2008-2010 waren Fragen der nichtoperativen Behandlungsmöglichkeiten alternder Haut vordergründig. Die Industrie brachte viele Geräte auf den Markt mit vielversprechenden Hinweisen für einen effektiven Substanztransport durch die obersten Hautschichten. Der Begriff von Elektroporen war in aller Munde. In der Ästhetik-Klinik wurde das Thema wissenschaftlich geprüft und 2007 dazu in Rostock eine internationale Tagung abgehalten. Im Ergebnis der Tagung wurden ganze Versuchsserien gestartet und mit vielen Kooperationspartner wurden die Geräte geprüft und es wurde herausgefunden, dass es eben keine Elektroporen sind, die durch die Haut den Wirkstofftransport möglich machen sollten, sondern es waren und sind bis heute ganz andere physikalische Phänomene, die durch gepulste Elektrofelder an und in der Haut ausgelöst wurden (Prof. Pliquett iba Heilbad Heiligenstadt; Dr. Wessel Uni Göttingen).

 

Humane undifferenzierte mesenchymale Stammzellen aus abgesaugtem Fettgewebe
Humane undifferenzierte mesenchymale Stammzellen aus abgesaugtem Fettgewebe
(Foto: PD Dr. Peters, Zell-Labor Uni Rostock)

Die objektiven Nachweise der Tiefenpenetration von Wirksubtanzen mittels gepulster Elektrofelder führte bereits 2007 dazu in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurochirurgie der Paracelsusklinik Zwickau (Chefarzt Prof. Dr. Warnke) eine Schmerzstudie durchzuführen mit Patienten, die an einem radikulären Syndrom litten (sog. Facetten-Syndrom). Gegenüber Kontrollbehandlungen waren die so therapierten Patienten bis zu einem viertel Jahr nahezu schmerzfrei.

 

Calceinfluoreszenz nach in vivo-Anwendung gepulster Elektrofelder
Calceinfluoreszenz nach in vivo-Anwendung gepulster Elektrofelder

Calceinfluoreszenz nach in vivo-Anwendung gepulster Elektrofelder. Links Kontrollgewebe, rechts nach Anwendung mit erhebllich gesteigerter Fluoreszenz in 2 cm Gewebetiefe - Carrier mit Calcein
(Dr. Wessel Uni Göttingen, Prof. Pliquett Heiligenstadt; Dr. Weber Rostock)

In den nachfolgenden Jahren wurden von der Industrie Radiofrequenzgeräte entwickelt, die durch Tiefenwirkung eine „Straffung“ vor allem der Gesichtshaut bewirken sollten. In der Ästhetik-Klinik wurde in Kooperation mit DOT Rostock auch ein solches Gerät getestet. Die Ergebnisse waren erschreckend gefährlich und es kam deshalb in der Ästhetik-Klinik niemals zu einer praktischen Anwendung dieser Technik (2014).

Neu war für die Einrichtung in Rostock die Einführung der Ganzkörperhyperthermie (Überwärmungstherapie) im Jahr 2005. Diese spezielle Wärmeanwendung ist sehr alt, aber in ihrer modernen Verpackung nach Manfred v. Ardenne war sie ganz sicher ein großer Behandlungsgewinn nicht nur für operierte Patienten. Bei einer Körperkerntemperatur von 38-39 Grad und zusätzlicher Sauerstoffgabe kam es zu einer sichtbaren Verbesserung des Hautbildes, wie wir es bis heute nicht wieder erreicht haben. Die Behandlung wurde aber von den Rostockern nicht angenommen und so mußte sie wieder eingestellt werden.

Auf dem Gebiet der Mesotherapie und der Zellulite-Behandlung wurden seit 2006 eine ganze Reihe von experimentellen Untersuchungen gemacht, aber in der Endkonsequenz ist dieses Behandlungsproblem bis heute nicht erfolgreich gelöst. Auch die damaligen Behandlungsversuche waren in den Langzeiterfolgen nicht unmittelbar überzeugend.

2010 wurden in der Salzoase in Warnemünde Untersuchungen durchgeführt zur Objektivierung der Heilwirkung der besonderen Inhalationsbehandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege. Leider sind diese wichtigen Informationen fachlich nicht weiter verfolgt worden.

 

Salzkristalle in der Raumluft der Salzoase unter dem Mikroskop
Salzkristalle in der Raumluft der Salzoase unter dem Mikroskop
(PD Dr. Peters; Dr. Weber )

In den Jahren seit 2010 lag der Schwerpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet der lokalen Anwendung von Clinopthiloliten zur Behandlung entzündlicher Hautveränderungen. Sehr nachhaltig konnte gezeigt werden wie das Präparat Froximun (heute Toxaprevent) durch Histaminbindung eine antientzündliche Wirkung auf die Haut ausübt. Eine sehr umfangreiche klinische Dokumentation ist noch heute eine begehrte Dokumentation. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Histamin ging so weit, dass in Zusammenarbeit mit einem Restaurent in Warnemünde eine Speisekarte entworfen wurde mit Angaben zur Histaminkonzentration der jeweiligen Speisen.

 

Vulkangestein im Elektronenrastermikroskop

Vulkangestein im Elektronenrastermikroskop
(Prof. Pliquett-iba-Heilbad Heiligenstadt)

Froximunmaske zur lokalen antientzündlichen Behandlung der Haut

Froximunmaske zur lokalen antientzündlichen Behandlung der Haut

 

Seit 2013 steht im Mittelpunkt des wissenchaftlichen Interesses die Anwendung von eigenem Plasma (sog. PRP) für eine biologische Geweberegeneration. Nach eigener erfolgreicher Testung und sehr vielen experimentellen Untersuchungen und Analysen (DOT Rostock-Zelllabor der Uni Rostock, Pathologie Uni Rostock) ist die Anwendung von Eigenplasma heute fester Bestandteil im Behandlungsprofil der Einrichtung. Erste Auswertungen von über 100 Behandlungen geben richtungweisende Behandlungshinweise für künftige Strategien. Das auch für die Anwendung von PDO-Fäden inzwischen umfassende Untersuchungen gemacht wurden, ist der konsequenten Haltung von Dr.Weber in der Ästhetik-Klinik zu verdanken, Anpreisungen der Industrie sehr kritisch gegenüber zu stehen und zunächst selber Untersuchungen zu machen bevor Patienten mit nicht effektiven kostenspieligen Behandlungen belastet werden.

 

Fadenlift der Stirn
Fadenlift der Stirn

 

Über viele Jahre wurde eine anonymisierte Studie durchgeführt (über 1.000 Patienten) zum Problem des Selbstwertgefühls vor und nach Ästhetisch/plastischen Operationen. Die Analysen ergaben als Ergebnis, dass sich die Patienten nach einer ästhetisch-plastischen Operation besser fühlten (Steigerung des Selbstwertgefühls) und dass die soziale und berufliche Integration ebenfalls erheblich besser war.

Die Integration von anderen wissenschaftlichen Einrichtungen/Instituten und die Kooperation mit anderen erfahrenen Fachkollegen ist schon immer das Grundprinzip medizinischen Handelns von Dr. Weber gewesen und dieses wichtige Prinzip einer interdisziplinären medizinischen Betrachtung von Erkrankungen ist auch heute noch so. Einer weiß manches, viele wissen ganz viel. So war es kein Wunder, dass in der Ästhetik-Klinik bis heute anhaltend ein Team erfahrener Fachkollegen tätig ist. Die in eigenen über 20 Jahren gesammelten Erfahrungen im Dienste der „Schönheit“ sind inzwischen eine unumwerfliche Festung geworden, die der Sicherheit der Patienten zugute kommt. Hinzu kommt die Erfahrung aus der sog. großen Chirurgie. Dr. Weber ist hoch qualifiziert – allein auf dem Gebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie sind 21 Vorträge und 4 Workshops von ihm gehalten worden auf Tagungen/Kongressen. Mit seinem Buchbeitrag in der „Septischen Chirurgie" von Schmitt/Keine (1991) über thorakale Infektionen hat er seine Erfahrungen und seine Wissenschaftlichkeit auch auf diesem besonderen Gebiet dokumentiert.

Betrachtet man die Fakten so wird eigentlich klar, dass die Ästhetik-Klinik Rostock eine sehr wissenschaftlich orientierte Gesundheitseinrichtung ist, in der die Patienten mit Problemen des Alterns und anderer körperlicher Leiden eine kompetente Beratung und Behandlung erhalten können, wie sie speziell auf dem Gebiet der Ästhetischen Chirurgie von besonderem Wert ist und seinesgleichen gesucht werden muss.