Vibrationstechnik

Fettabsaugungen

Vibrationstechnik, Injektionslipolyse

Ziel der Fettabsaugung ist die operative Entfernung störender Fettpolster, die sich in der Regel jedweder diätetischer Behandlung widersetzen. Die Behandlungen werden nahezu ausschließlich in örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt. Nur in wenigen Situationen ist eine stationäre Beobachtung über 24 h ratsam. Über die Durchführung in Narkose wird im Einzelfall entschieden.

Die Fettabsaugung kann in folgenden Techniken erfolgen: Tumeszenz-Vibrationstechnik und Tumeszenz-Ultraschallabsaugung. Entscheidung für den Erfolg ist jedoch nicht die angewendete Technik, sondern das Können und vor allem die Erfahrung des Operateurs.

Fettabsaugungen ambulant, stationär

In Tumeszenztechnik wird eine Kochsalzlösung mit Medikamentenzusätzen in das Gewebe über einige kleine Einstiche in das Gewebe fächerförmig eingebracht. Das Gewebe wird dann nach kurzer Zeit schmerzfrei und nach einer kurzen Einwirkungszeit lassen sich die Fettzellen gezielt absaugen. Immer kommt es zu kleineren Einblutungen in das Gewebe und immer tritt nach der Behandlung eine Schwellung des Gewebes ein. Diese Dinge gehen in den ersten 8-14 Tagen von alleine zurück. Nach der Behandlung wird ein Kompressionsmieder angezogen. Damit wird das glatte Anlegen der Haut auf die Gewebeunterfläche unterstützt. Das Mieder muss zwischen 14 Tagen und 4 Wochen getragen werden.

Bei der Injektionslipolyse wird ein Medikament in das Fettgewebe eingespritzt. Es kommt dadurch zu einem entzündlichen Prozess, der die Fettzellen zerstört. Dies bedingt eine Rötung und Anschwellung des Gewebes. Da auch kleinste Blutgefäße tangiert werden, kommt es zu Einblutungen in das Gewebe und damit zu blauen Flecken. Das Ausmaß der Fettzellzerstörung ist nicht steuerbar. Das Verfahren ist deshalb nur für kleine Fettgewebsregionen geeignet.

In der eigenen Einrichtung wird die Tumeszenz-Vibrationstechnik mit Micro-air angewendet. Die Erfahrungen damit bestehen schon über viele Jahre.

Die Fettabsaugung ist kein Verfahren zur allgemeinen Gewichtsreduktion.

Insgesamt sind in der Fettabsaugung Erfahrungswerte von über 3.000 Patienten vorhanden.

Injektionslipolyse

Schon seit langer Zeit werden kleine Fettpolster mittels sog. Injektionslipolyse durch Einbringen von bestimmten Medikamenten beseitigt.

Die Methode wird in die Behandlungskonzepte integriert, wenn es sich um sehr kleine Problemzonen handelt. Für manche Situation kann damit ohne aufwendige chirurgische Manipulationen eine Reduzierung der Fettpolster vorgenommen werden. Insbesondere ist die Methode auch geeignet, kleine Korrekturen nach Fettabsaugungen vorzunehmen.

Die Minderung des Fettdepots erfolgt über eine Zellnekrose, die in Ausheilung zu einer Schrumpfung des Gewebes führt. Der Vorgang dauert mehrere Wochen. Die Injektionen sind in der Regel von kleinen Einblutungen (Hämatomen), Anschwellungen und leicht brennenden Schmerzen verbunden. Das in den Fettzellen gelegene und frei werdende Fett wird aufgespalten, abtransportiert und über die Leber abgebaut.

Ein besonderer Weg ist die nadellose Einschleusung von Wirkstoffen, die auch bei der Injektionslipolyse mit der Nadel an die Fettzelle gebracht werden. Seit 2007 ist dieses Verfahren gegen kleine Fettregionen erfolgreich. Der Wirkstoff wird mittels gepulster elektrische Felder in das Fettgewebe gebracht.

An den Fettzellwänden kommt es dann zu Veränderungen, die eine Entleerung der Fettzelle auslösen. Durch kleinste Zusatzinjektionen wird der Prozeß ausgelöst. Besonders bewährt hat sich das Verfahren für Fettanreicherungen im Gesicht-Halsbereich.